Gerald Clayton “Two-Shade”
Emarcy/ Universal Music 06025 2707144
(VÖ: 29.09.09)
„Two-Shade“ – das sind 2 Seiten, 2 Musikstile, 2 Herzen, die in einer Brust schlagen. Gerald Clayton ist der Newcomer am Klavier und verarbeitet Einflüsse verschiedenster Natur in seiner intellektuellen und ausgereiften Musik: von HipHop bis Klassik, von der Ost- bis zur Westküste, von Tradition bis Moderne. Gerald Clayton vereint Gegensätze und kreiert daraus den Jazzsound des Jahres 2009.
Gerald Clayton wird mit seiner dynamischen Spielweise oft mit Oscar Peterson verglichen. Auch wird gesagt, dass der charismatische Pianist mit der gedämpften Melancholie eines Bill Evans zutiefst berühre. Ein Vergleich, der den in New York lebenden Musiker ehrt, aber in eine falsche Richtung führt. Denn der junge, charismatische Pianist Gerald Clayton hat eine ganz eigene Handschrift in seinem Spiel und seinen Kompositionen und präsentiert mit „Two Shade“, dass Ende September bei Emarcy/Universal erscheinen wird, ein spektakuläres Debüt-Album.
Der sympathische Pianist wurde am 11. März 1984 in Utrecht geboren. Als Sohn der damals in den Niederlanden lebenden Basslegende John Clayton und Neffe des ebenfalls namhaften Altsaxophonisten Jeff Clayton ist Gerald im Schoß einer hochmusikalischen Familie aufgewachsen und offenbarte schon in jungen Jahren sein außergewöhnliches pianistisches Talent. In Los Angeles, wo er aufwuchs, begann er im Alter von sechs Jahren ein elfjähriges klassisches Klavierstudium, schrieb sich danach an der University of Southern California in Los Angeles für Jazz ein und beschloss die umfassende musikalische Ausbildung schließlich an der Manhattan School of Music, an der er u.a. bei Kenny Barron Piano und Komposition studierte. Von 2001 an räumte der Newcomer etliche Preise ab und sammelte in der absoluten Profi-Liga seine Live-Erfahrungen. So trat er an der Seite von Jazzgrößen wie Lewis Nash, Al Foster, Terrell Stafford und Clark Terry auf. In Duo-Piano-Konzerten war er mit Koryphäen wie Hank Jones, Benny Green, Kenny Barron, Mulgrew Miller und Tamir Hendelman zu hören. Zwischen 2006 bis 2008 tourte Clayton ausgiebig mit dem Trompeter Roy Hargrove - sowohl als Mitglied seines Quintetts und seiner Bigband als auch mit der NuSoul/Funk/Jazz-Band RH Factor und wurde dafür von der Presse hochbejubelt.
In seiner Diskographie weist der umtriebige Pianist Einspielungen mit den Clayton Brothers (“Back In The Swing Of Things”/2005 und “Brother To Brother”/2008), Diana Krall (“Christmas Songs”/2005 und “From This Moment On”/2006), Roberta Gambarini (“Easy To Love”/2006 und “So In Love”/2009), Michael Bublé (“Call Me Irresponsible”/2007), Roy Hargrove (“Earfood”/2008 und “Emergence”/2009) und Newcomer Melissa Morgan (“Until I Met You”/2009) auf.
Im kongenialen Zusammenspiel mit seinem New Yorker Trio, dem Bassisten Joe Sanders und dem Schlagzeuger Justin Brown, widmet sich der Bandleader auf „Twoshade“ als folgerichtigem Schritt seinen eigenen musikalischen Ideen und beweist, dass die Koexistenz von Tradition und Innovation ungemein spannend sein kann. “Ich habe von klein auf eine Menge unterschiedliche musikalische Stile gehört”, erklärt Gerald Clayton seine künstlerische Offenheit. “Auch heute noch sauge ich die verschiedensten Einflüsse auf und versuche meine eigene Stimme zu finden, indem ich all diese Kräfte zu einem harmonischen Ganzen bündel.” Neben zehn erstklassigen Eigenkompositionen finden sich zwei außergewöhnlich interpretierte Jazzstandards: von Cole Porters Klassiker “All Of You” und Dizzy Gillespies “Con Alma”.
Gerald Clayton - ein echter neuer Star am Jazz-Himmel, von dem man ganz sicher noch viel hören wird.
Line up: Gerald Clayton - piano / Joe Sanders - bass / Justin Brown - drums
Gerald Clayton “Two-Shade”
01. Boogablues
02. Trapped In Dream
03. Two Heads, One Pillow
04. Peace For The Moment
05. All Of You
06. Interlude - Love All Around
07. Casiotone Pothole
08. One Two You
09. Sunny Day Go
10. Scrimmage
11. Interlude - You’re Out
12. Con Alma
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